Früchte des Zorns – Zum Tod von Charlie Kirk

Utah ist ein faszinierender Bundesstaat der USA und zwar in jeder Hinsicht. Man findet dort eine großartige Landschaft, die wiederum Kulisse war und ist für eine so spannende wie einzigartige Geschichte. Utah an sich ist das unmittelbare Produkt von Intoleranz und Hass. Hierher an den Großen Salzsee kamen die Mormonen, die Mitglieder der 1830 in Neuengland gegründeten Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem ihr Gründer Joseph Smith ermordet und seine Anhängerschaft brutal vertrieben worden war.

Seither sollte im “Beehive State” (dt. Bienenstock-Staat) inmitten der Rocky Mountains alles ganz anders laufen. Lange Zeit gelang das recht gut. Viele negative Entwicklungen gingen an Utah einfach vorbei.

Doch immer wieder zeigten sich auch Risse in der hübschen Oberfläche. Die Außenwelt ließ sich nicht dauerhaft auf Abstand halten. Internet und Social Media taten ein übriges. Bereits 2020 erstaunten Medienberichte über gewaltsame Ausschreitungen in Utah im Zusammenhang mit dem Tod des schwarzen Kriminellen George Floyd im fernen Minneapolis. Wenigstens reichten diese linksradikalen Proteste nicht annähernd an das heran, was andernorts in den USA geschah. Ein, zwei Tage, dann war auch wieder Ruhe.

Seit dem 10. September 2025 weiß nun jeder wo Orem liegt. Südlich von Salt Lake City am Ostufer des Utah Lake mit einem Freeway mitten hindurch – links der strahlend weiße Mormonentempel und auf der rechten Seite die Utah Valley University (UVU) mit ihren 46.000 Studenten. Auf deren Campus veranstaltete der freiheitlich-konservative Aktivist, Autor und Influencer Charlie Kirk eine Diskussionsveranstaltung unter dem Motto “Prove Me Wrong!” (dt. Widerlegt mich!). Das erinnert fast ein bisschen an Martin Luther.

Einen Tag zuvor hatte Russell M. Nelson, der aktuelle Präsident der Mormonenkirche und früherer Herzchirurg, seinen 101. Geburtstag gefeiert. Tatsächlich wird man in Utah laut Statistik überdurchschnittlich alt – oder eben auch nicht, wenn man eine Meinung vertritt, die gewissen Kreisen ein Dorn im Auge ist. Charlie Kirk wurde nur 31.

Der konservative Christ wollte erreichen, dass es unter jungen Leuten wieder cool ist, nicht links zu sein. Darin sah er seine Aufgabe und die seiner Studentenbewegung Turning Point USA mit ihren rund 850.000 Mitgliedern in 2.000 College- und High School-Basisgruppen. Die agierten nicht im Stil fanatischer Eiferer, sondern suchten das Gespräch auf Augenhöhe, den offenen Austausch von Argumenten.

Als jemand, der glaubte, dass Politik von der Kultur abweicht, sagte Kirk, eine politische Bewegung sei schädlich, wenn sie keine Gemeinschaft aufbaue und erhalte, die auf den Werten basiere, die “eine gedeihliche Entwicklung für alle Menschen” ermöglichen.

Die Antithese dazu, betonte Kirk, seien Aufrufe zu ideologischem Radikalismus und gewalttätigen Aufständen, die seiner Befürchtung nach in seiner Zielgruppe immer häufiger vorkämen.

“Meine tägliche Aufgabe besteht darin, aktiv eine Revolution zu verhindern”, sagte Kirk jüngst in einem Presseinterview. “Hier muss man versuchen, die Menschen auf das eigentliche Ziel hinzuweisen und sie dazu zu bringen, zur Kirche zurückzukehren, zum Glauben zurückzukehren, zu heiraten und Kinder zu bekommen.”

“Das ist die Art von Konservatismus, die ich vertrete, und ich versuche, ein Bild der Tugend zu zeichnen, die darin besteht, Menschen zu ermutigen, nicht nur wütend zu bleiben”, so Kirk weiter. Sein Ziel war freilich schwerer messbar: jungen Menschen zu einem tugendhafteren, tieferen, mithin einem besseren, sinnvolleren Leben zu verhelfen.

Wenn dies eintritt, so Kirk, würde Amerikas Jugend weniger Zeit in sozialen Medien verbringen, seine Videos würden weniger Aufrufe erhalten, die Politik würde weniger extrem werden und das Land würde sich in eine bessere Richtung entwickeln.

Weil er sich für all das sehr erfolgreich engagierte, musste Kirk sterben, verloren seine beiden kleinen Kinder ihren Vater, seine Frau ihren Ehemann. Deswegen wird er von den Mainstreammedien in den USA und Europa als Rechtsextremist, Rassist und christlicher Fanatiker diffamiert – stets mit der subkutanen Botschaft, dass so jemandes Ermordung eigentlich ja zu begrüßen sei.

So sehen das auch viele Durchschnittslinke hüben wie drüben, die ihrer Häme in den sozialen Netzwerken ungehindert freien Lauf lassen. Vor unseren Augen wird Realität, wovor der große Joseph Pulitzer einst warnte: “Eine zynische, käufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst.”

Darüber können wir jetzt wütend sein und verzweifeln ob der Schlechtigkeit der Welt, zumindest dort, wo sie (noch) von links-woker Bösartigkeit beherrscht wird. Weniger töricht wäre es freilich, sich mit den Ideen von Charlie Kirk näher zu beschäftigen und sie unserer eigenen Zukunft hier in Deutschland dienstbar zu machen. So und nur so würde das Vermächtnis dieses Märtyrers erfüllt, wird es allenthalben Früchte tragen.

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