Der Kanzler und die gefallenen Engel

Bei einer Wahlkampfkundgebung der SPD in München am vergangenen Wochenende bezeichnete Olaf Scholz die Anhänger der Friedensbewegung als “gefallene Engel, die aus der Hölle kommen”. Diese Äußerung hat allenthalben für Empörung gesorgt, obwohl die regimetreuen Medien sofort bemüht waren, des Kanzlers verbale Entgleisung als mutige Attacke gegen “Rechtspopulisten” zu framen.

Die Debatte um Frieden in der Ukraine hat mit den jüngsten Ausfällen von Scholz also einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Neuerdings wird deutsche Regierungspolitik nicht nur politisch begründet, sondern auch noch religiös verbrämt. Das kannten wir bislang vor allem aus den USA und Teheran. So wollte der seinerzeitige iranische Präsident Mahmud Ahmadineschād während einer Rede vor der UN-Vollversammlung im Saal einen Engel erblickt haben.

Doch was genau sind gefallene Engel eigentlich?

“Wie bist du vom Himmel gefallen, / Strahlender, du Sohn der Morgenröte. Wie bist du zu Boden geschmettert, / du Bezwinger der Nationen.” (Jesaja 14:12)

Laut christlicher Lehre kam es vor der Grundlegung der Welt im Himmel zu einem Konflikt zwischen Gottvater und Jesus auf der einen Seite sowie Luzifer auf der anderen. Der Name bedeutet Lichtbringer, ist also durchaus positiv konnotiert, weist also auf eine ursprünglich keineswegs böse Rolle seines Trägers hin. Hier zeigt sich auch der Einfluss römischer Mythologie, die Luzifer mit der Venus, dem Morgenstern, in Verbindung bringt, in ihm den “Bringer der Morgenröte” sieht.

Während Jesus in jener vorzeitlichen Auseinandersetzung für den Weg einer Erlösung der Menschheit durch selbstlosen Dienst und letztlich das Opfer seiner selbst plädierte, setzte Luzifer auf Errettung durch Zwang und Gewalt. Die Negierung der menschlichen Entscheidungsfreiheit stand jedoch ganz klar im Widerspruch zur Absicht Gottes, das Erdenleben als Phase der Prüfung und des Erkenntnisgewinns zu konzipieren.

Ferner verlangte Luzifer auch eine Gleichstellung mit Gott hinsichtlich des Umfangs der eigenen Macht. In der Konsequenz wurde der “Sohn des Morgens” samt seiner Anhängerschar aus dem Himmel verbannt. Dieser Fall abtrünniger Engel findet sich übrigens auch im Koran, mithin in der islamischen Theologie, wo der Teufel als Schaitan firmiert.

Seitdem spielt Luzifer aka Satan seine Rolle als ultimativ Böses und Gegenspieler Gottes, der unablässig versucht, dessen Pläne zu durchkreuzen und damit zuweilen auch Erfolg hat. Als oberstem gefallenen Engel stehen überdies all jene anderen Engel unter Luzifers Kommando, die mit ihm des Himmels verwiesen wurden und nun als “unreine Geister” ihr Unwesen treiben.

In der Bibel hat der “Bringer der Morgenröte” immer mal wieder seine Auftritte, zum Beispiel im Garten Eden, wo er Eva dazu bringt, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Freilich ist des Bösen Triumph wie so oft nur vordergründig, denn die so gewonnene Fähigkeit des Menschen, zwischen gut und böse unterscheiden zu können, ist die Voraussetzung für den Sinn des Lebens an sich.

Fazit: Letztlich fällt Olaf Scholz’ wirre Beschimpfung Andersdenkender auf ihn selbst und seine Geistesverwandten zurück. Luzifer und die anderen gefallenen Engel wurden aus der Gegenwart Gottes verbannt, weil sie uns Menschen mit Druck und Gewalt, mit den Mitteln der Diktatur zu ihrem vermeintlichen Glück zwingen wollten. Diese Gemengelage aus Anmaßung, Hoffart und Machtmissbrauch aber ist ein wesentliches Charakteristikum genau jener rotgrünen Ideologen, die unser Land gerade in den Abgrund führen.

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