Corona-Impfung: Wie die Rechte das Narrativ der Linken bedient

Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke zog unlängst im Erfurter Landtag eine direkte Verbindungslinie zwischen der aktuellen Impfkampagne im Zusammenhang mit Covid-19 und den Menschenversuchen nationalsozialistischer Ärzte in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches. Damit verursachte er allenthalben die übliche Aufregung.

Sachliche Diskussionen, vor allem über die immer zahlreicher werdenden „Kollateralschäden“ des Impffurors, bleiben freilich aus, sind seitens des Staates auch gar nicht erwünscht. Eine unabhängige zentrale Erfassungsstelle für die Opfer von Nebenwirkungen der Spritzorgie, die den Namen verdient, wäre ein geeigneter Weg, um an dieser Stelle zu verlässlichen Zahlen und im nächsten Schritt einer angemessenen Aufarbeitung zu kommen.

Mir ist in diesem Beitrag allerdings um etwas anderes zu tun, nämlich um die Unart vieler Gegner der deutschen Coronapolitik, eben jene mit dem Treiben nicht weniger Mediziner im Nationalsozialismus zu vergleichen bzw. gleichzusetzen. Mit Verlaub, ich halte das für töricht und äußerst kontraproduktiv.

Der Nationalsozialismus, vulgo Faschismus, vulgo Rechtsextremismus ist nicht nur in Deutschland eine Chiffre für das Böse schlechthin. Es ist richtig und wichtig, den Opfern verbrecherischer Politik zu gedenken und zwar unabhängig davon, wessen Fahne über dem Wachturm wehte.

Hier aber beginnt das Problem. Der linke Zeitgeist hat ganz bewusst eine Verengung der Gedenkkultur auf jene unseligen zwölf Jahre zwischen 1933 und 1945 betrieben, um das finstere Vermächtnis der eigenen Ideologie aus dem Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu drängen.

Wer einen weiteren Anlauf plant, die Ideen des Marxismus, Leninismus und Maoismus zu verwirklichen, muss retrospektiv die unzähligen Verbrechen ungeschehen machen, welche in deren Namen begangen wurden. Gleichzeitig wird das Leid der Opfer des Nationalsozialismus instrumentalisiert, um es als Propagandawaffe gegen die aktuellen politischen Widersacher in Stellung zu bringen.

Aus dem Irrglauben heraus, den linksgrünen Mainstream mit dessen eigenen Waffen zu schlagen, ist die freiheitlich-patriotische Opposition mit der AfD vorneweg seit einiger Zeit auf den Trichter gekommen, dem herrschenden System vorzuwerfen, es sei selbst faschistisch.

Tatsächlich wird dadurch aber das höchst einseitige Narrativ bedient, es habe in der Geschichte nur eine Verbrecherbande gegeben und das seien allein die Nazis gewesen.

Das ist erstens falsch und zweitens spätestens seit Ernst Nolte geschichtswissenschaftlich widerlegt. Das Dritte Reich wäre undenkbar ohne die Bolschewisten in der Sowjetunion und der Holocaust hätte in dieser Form möglicherweise nie stattgefunden ohne den Völkermord der Türken an den Armeniern fünfundzwanzig Jahre zuvor. Letzteres hat Hitler indirekt sogar persönlich eingestanden.

Soweit zurück in der Geschichte müssen wir freilich gar nicht gehen, um ein historisches und vor allem weit mehr geeignetes Pendant zur aktuellen Impfpolitik zu finden.

Es ist inzwischen längst ein Faktum, dass das SED-Regime in der DDR über Jahrzehnte mindestens 50.000 Menschenversuche durchführen ließ. Genau hier treffen sich dann auch totalitäre Menschenverachtung der Kommunisten und skrupelloses Profitstreben westlicher Pharmakonzerne.

Für jene war die DDR nämlich eine günstige Teststrecke. Die strengen Regeln der Bundesrepublik galten hier nicht. Folglich ließen Unternehmen wie Hoechst, Sandoz, Boehringer-Mannheim, Bayer und Schering in mehr als 50 DDR-Kliniken neu entwickelte Medikamente aber auch Dopingmittel an völlig ahnungslosen Patienten testen. Selbst vor Neugeborenen machte man nicht halt.

Immer wieder kam es zu Todesfällen, häufig in Größenordnungen, die zum Abbruch der Versuche führten. Akten der Stasi und des DDR-Gesundheitsministeriums belegen das schaurige Treiben.

Es sind die Erben und gelehrigen Schüler der SED-Verbrecher von ehedem, die heute wieder in den Parlamenten und Regierungen sitzen. Sie haben selbstredend keinerlei Interesse daran, dass an ihre Untaten erinnert wird, vor allem im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Gesundheitspolitik.

Dies erst recht nicht, wenn wir einen Bundeskanzler haben, der in Ostberlin von der FDJ geschult und ausgebildet worden ist. Oder in Mecklenburg-Vorpommern eine Justizministerin, die das SED-Regime schönredet.

Indem wir freiheitliche Patrioten das Narrativ der Linken aufnehmen und für unsere politische Auseinandersetzung verwenden, tun wir also ungewollt aber tatsächlich deren Arbeit. Wir tragen dazu bei, dass die Verbrechen des Kommunismus dem Vergessen anheimfallen und bereiten mit den Boden für dessen Wiederauferstehung.

Wollen wir das wirklich?

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