Zur heutigen Sitzung des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern

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Ich höre heute, der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hätte mich nahezu einstimmig zur Niederlegung meines Mandates aufgefordert. Bei einer namentlichen Abstimmung hoben nicht nur die Abgeordneten der Blockparteien ihre Hände, sondern brav auch die Repräsentanten der Alternative für Deutschland, sowie jene traurigen Gestalten, die sich unlängst von der AfD-Fraktion abspalteten und nun die „Bürger für Mecklenburg-Vorpommern“ sein wollen. Ferner wusste der NDR zu berichten, dass ich an der Plenarsitzung des Landtages nicht teilnahm, weil ich abgetaucht sei. Das ist nun wieder einmal gelogen. Ich bin lediglich krankgeschrieben, alldieweil eine solche Rufmordkampagne, wie sie von kriminellen Elementen aus dem linken Milieu und verantwortungslosen Medien ins Werk gesetzt worden ist, auch an einem hartgesottenen Patrioten wie mir nicht spurlos vorbeigeht.

Unlängst saß ich mit einem meiner weniger gewordenen treuen Freunde in der Küche bei einem Glas Wein, als dieser zu mir sagte: „Mensch Holger, seit du in dieser AfD bist, hast du doch eigentlich nur auf die Fresse bekommen. Erst das Gerichtsverfahren, dann wurde deine Galerie boykottiert, schließlich im Callcenter rausgeflogen und jetzt das.“ Recht hat er wohl. Aber wusste ich, wussten wir das nicht vorher? Wir haben uns mutig und unerschrocken für diese Bewegung eingesetzt und tun es noch, weil wir wissen, dass es höhere Bestimmungen im Leben gibt, als stets artig das zu tun, was die Mehrheitsgesellschaft von einem erwartet. Und freilich begannen wir doch bald zu ahnen, dass sich die AfD mit einem Gegner angelegt, Mächte herausgefordert hat, die zum Zwecke des eigenen Machterhalts zu allem bereit sind.

Vom roten Massenmörder Mao Zedong stammt der Satz „Bestrafe einen, erziehe hundert“. Das haben die heute in Deutschland Regierenden zutiefst verinnerlicht. Und es funktioniert. Wie sonst ist es möglich, dass ein paar unbewiesene Behauptungen und Unterstellungen der sonst nur allzu gerne als „Lügenpresse“ geschmähten Medien ausreichten, um eine komplette Landtagsfraktion der AfD einfach umkippen zu lassen? Solches macht mir am meisten Sorgen, denn wenn wir dieses Land überhaupt noch retten können, dann nur aufrecht kämpfend aber nicht anbiedernd weggeduckt. Dieses nach der gnädig hingehaltenen Herrscherhand gierende Wohlverhalten der rückgratlosen Knechtsseelen treibt mitunter groteske Blüten.

Da spalten sich vier AfD-Abgeordnete von der Fraktion ab und verkaufen sich den Blockparteien und deren Medien als „gemäßigt-bürgerliche Konservative“, welche die „Radikalisierung der Partei“ nicht mittragen wollen. Zu diesen wackeren Anständigen gehört einer unserer beiden Landessprecher, der eben noch die AfD bewaffnen wollte, um die „afrikanische Kolonie Berlin“ wieder in „die alte Reichshauptstadt“ zu verwandeln. Ihm zur Seite steht eine Dame, die noch vor wenigen Wochen völlig unbehelligt und öffentlich die Erschießung von Plünderern gefordert hat. Ich will das nicht bewerten und habe beide Ex-Kollegen auch niemals öffentlich wegen dieser Äußerungen kritisiert oder gar angegriffen. Es zeigt sich hier nur die unglaubliche Verlogenheit, wie sie für unsere gegenwärtige Zeit so charakteristisch ist.

Gewaltphantasien hat wohl jeder schon mal gehabt. In besonders schwierigen Ausnahmesituationen dienen sie dazu, dass sich ein Mensch gefahrlos für seine Mitmenschen im Geiste abreagiert, sich gewissermaßen emotional ausnüchtert. Bei jenen Gutmenschen aber, die da heute im Landtag, eifrig assistiert durch die beiden AfD-Fraktionen, meine Kapitulation forderten, handelt es sich freilich um Leute, die tatsächlich ausgeübte Gewalt unverhohlen unterstützen. SPD, CDU und Linke schüren seit Jahren ein Klima der Brutalität, welches keineswegs nur in geheimen Chatgruppen seinen Ausdruck findet. Diese Gewalt ist blutige Wirklichkeit auf unseren Straßen und Plätzen. Linksextremistischer Terror gegen Polizeibeamte oder gegen AfD-Mitglieder gehört inzwischen zum Alltag und wird nicht nur von Ministerpräsidentin Schwesig offen gefördert. Erst kürzlich wurde ein Wahlkampfteam unserer Partei hier in Rostock von der linken Antifa attackiert, wobei ein Kamerad im Hagel der Pflastersteine beinahe zu Tode kam. Man kann es auch griffiger formulieren: die gesamte Politik der sogenannten etablierten Parteien mit Kanzlerin Angela Merkel vorneweg ist eine einzige offen ausgelebte und in praktische Politik übersetzte Gewaltphantasie wider das eigene Volk!

Diesen Heuchlern werde ich mich niemals ergeben, um damit vielleicht noch jenen Leuten Platz zu machen, die als fünfte Kolonne des Systems von innen heraus die AfD zum braven Schoßhündchen der Mächtigen deformieren wollen. Das darf und wird nicht sein, denn dann wäre ja erst recht alles umsonst gewesen. Stattdessen gilt das Wort des großen Königs Friedrich, welches er seiner Schwester Luise Ulrike im Jahre 1759 nach der verlorenen Schlacht bei Kunersdorf schrieb: „Ich weiß, dass ich ein Mensch, das heißt dem Leiden geweiht bin. Gegen Schicksalsschläge hilft mir nur eins: Standhaftigkeit.“

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