Gauland, Stalin und die heimliche Sympathie der Blockparteien

Da rief mich heute ein Bekannter an. Der war völlig verstört. Alexander Gauland hätte im Bundestag in einer Rede zum 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion den Hitler-Stalin-Pakt verteidigt. Stalins Komplizenschaft mit Nazideutschland sei eine “richtige Entscheidung” gewesen.

Der AfD-Ehrenvorsitzende als Fürsprecher eines der größten Massenmörder der Geschichte, dessen Regime in punkto Unmenschlichkeit dem der Nationalsozialisten in nichts nachstand? Ich konnte es kaum glauben. Schließlich hatte ich die AfD stets als letztes Bollwerk gegen ein Wiederaufleben des Kommunismus gesehen. Warum also macht Gauland so etwas?

Nun, ich könnte mir folgendes vorstellen: Das alte Schlitzohr wollte Blockparteien und Medien einfach auf die Probe stellen. Würde eine Reinwaschung Stalins ähnliche Empörung auslösen wie seinerzeit der Vogelschiss? Eben. Es geschah nämlich nichts. Der Vorfall wurde von Politik und Presse komplett ignoriert. Nur die Polen schäumten.

Das freilich lässt nur einen Schluss zu: Deutschland ist unter Angela Merkel inzwischen dermaßen weit nach links gerückt, dass ein öffentliches Loblied auf den schnauzbärtigen Sowjetführer niemanden mehr aufregt. Der ließ sich gern als „Vater der Völker“ huldigen. Merkel wurde auf dem Höhepunkt der Migrationskrise von ihren Hofpoeten als „Mutter Europas“ besungen.

Unvergessen auch das getwitterte Entzücken Bodo Ramelows, als dieser auf einem russischen Markt einen Stand mit Stalin-Devotionalien entdeckt hatte. Seine Partei diskutierte indessen, ob man die deutschen Kulaken, Pardon, die Reichen erschießen oder zunächst einmal in Arbeitslager stecken solle.

In den Gulag führt offene Kritik an der deutschen Partei- und Staatsführung zwar noch nicht, kann durchaus aber eine Vernichtung der sozialen Existent bedeuten. Parallel dazu werden die Medien der Prawda immer ähnlicher. Das Volk wird unverhohlen in Demokraten und deren Feinde eingeteilt. Letztere müsse man ausgrenzen und bekämpfen. Planwirtschaft feiert fröhliche Urständ.

Vor diesem Hintergrund kann es also nicht verwundern, dass Gaulands positiver Befund bezüglich Stalin einstweilen unwidersprochen bleibt. Die AfD könnte auch Maos Kulturrevolution loben und die „Worte des Großen Vorsitzenden“ in ihr Parteiprogramm integrieren. Es würde niemanden stören, weil man genau dahin will mit Deutschland und Europa. Klaus Schwab lässt grüßen!

Alexander Gauland verdanken wir die Erkenntnis, dass der Bundestag voller Stalinisten ist. Sonst hätte es ja Protest geben müssen. Der Mann hat den politisch-medialen Komplex einmal mehr als verlogene Heuchler entlarvt. Wer CDU/CSU, SPD, Linke, Grüne oder FDP wählt, wählt Stalin. Wir wissen jetzt alle Bescheid. Das war doch Ihre Absicht, Herr Gauland, oder?

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