Zum Stand meines Hilfsprojektes für Armenien

Seit Jahren besuche ich regelmäßig den Südkaukasus und dort vor allem Armenien sowie die Region Bergkarabach. Als im Herbst des vergangenen Jahres durch Aserbaidschan ein blutiger Krieg vom Zaun gebrochen wurde, der sich in Gegenden abspielte, die ich kurz vorher noch besucht hatte, war für mich klar, dass ich den durch diese Ereignisse in Not geratenen Menschen irgendwie helfen musste. Ich initiierte das Projekt „Bravery Box“ und sammelte Spenden. Was daraus geworden ist, erläutere ich in dem Video unter diesem Beitrag.

Indes konnte ich vielerlei Kontakte knüpfen zu Partnern und Aktivisten vor Ort. Beinahe zwangsläufig entstanden so neue Visionen und Pläne, deren sukzessive Umsetzung zu einer Weiterentwicklung meines ursprünglichen Projektes führen werden. Es kann also durchaus geschehen, dass aus einer anfangs überschaubaren Idee im Laufe der Zeit etwas größeres wird. Vielleicht möchten Sie sich an der einen oder anderen Stelle einbringen, kennen sogar andere Leute, welche diesbezüglich Interesse haben könnten. Deswegen nachfolgend einige Informationen.

Wir möchten beispielsweise wirtschaftliche Kontakte zwischen Unternehmern in Mecklenburg-Vorpommern und armenischen Start-ups herzustellen. Davon können beide Seiten profitieren. Einige Beispiele: In Gyumri, der zweitgrößten Stadt Armeniens, lernte ich eine kleine Manufaktur kennen, wo junge Leute aus diversen Hölzern ganz vorzügliche Brillengestelle anfertigen. Ich bin überzeugt, dass solche Produkte in Deutschland einen Markt finden können. Man muss nur die entsprechenden Brücken bauen, Kontakte vermitteln.

Berühmt ist Armenien seit sowjetischer Zeit für seinen Weinbrand. Doch wer weiß schon, dass dort auch vorzügliche Weine ihre Heimat haben. Ich habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Weinproduzenten besucht. Immer wieder erfuhr ich, dass der Weinexport nach Deutschland bedauerlicherweise sehr gering ist. Auch das kann und sollte geändert werden. Kennen Sie Gastronomen oder Einzelhändler, die Interesse am Verkauf armenischer Weine hätten? Nur zu! Gerne stelle ich die nötigen Kontakte her.

Imkerei wird in Armenien beinahe überall auf dem Lande betrieben und der Honig in der Regel vor Ort verkauft, bis anhin auch gerne an Touristen. Das Problem hier: Durch den jüngsten Krieg wurden viele entsprechende Anlagen zerstört, unbrauchbar gemacht. Für zahlreiche Familien ist dadurch eine wichtige Erwerbsgrundlage verloren gegangen. Durch Partnerschaften zwischen deutschen und armenischen Honigproduzenten ließe sich an dieser Stelle zweifellos Abhilfe schaffen.

Armenien ist ein großartiges Land mit einer faszinierenden Geschichte und die älteste christliche Nation der Erde. Aber es ist auch ein Land in einer schwierigen ökonomischen Situation. Bodenschätze sind kaum vorhanden und die Industrie nach dem Ende der Sowjetunion weitestgehend zusammengebrochen. Wir kennen das aus eigenem Erleben nach dem Ende der DDR. Nur hat Armenien keinen starken Westen gehabt, musste und muss sich aus eigener Kraft über Wasser halten. Freilich können wir hier in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus durchaus helfen.

Armenier sind hochgebildet. Es ist das einzige Land der Welt, wo Schach ein Pflichtfach an den Schulen ist. So können sich zahlreiche Synergieeffekte ergeben, von denen auch unsere heimische Wirtschaft mittel- und langfristig profitieren wird. Nicht zuletzt tun wir ein gutes Werk und helfen einem christlichen Land, jene Ressourcen zu entwickeln, welche ein dauerhaftes Überleben dieser einzigartigen Kultur an einer Schnittstelle der Zivilisationen gewährleisten.

Sollte seitens meiner geneigten Leserschaft ein Interesse an weiteren Informationen bestehen, schreiben Sie mir gerne eine Mail an: buero@holgerarppe.de

Unterstützen Sie mein karitatives Engagement für verfolgte Christen im Südkaukasus. Vielen Dank!




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