Kassiber aus der Anstalt – Mein Wochenrückblick (17)

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I.

Die schlechte Nachricht zuerst: Ralf Stegner und Gesine Schwan, sozusagen Cheech und Chong der SPD, werden nicht den Parteivorsitz übernehmen. Nur 9 Prozent der Stimmen erhielt das Komikerduo beim jüngsten Mitgliederentscheid. An dem nahm ohnehin nur knapp die Hälfte der SPD-Genossen teil. Wenn sich also nicht einmal die Sozialdemokraten selbst für ihre eigene Partei interessieren, bleibt die Frage im Raum, warum der Rest der Deutschen das tun sollte.

II.

Weil andere Länder beim Bau von Flughäfen einfach schneller sind, will es die Bundesregierung zur Abwechslung mal mit der Errichtung eines Weltraumbahnhofes versuchen und zwar in Laage bei Rostock oder alternativ in Nordholz bei Cuxhaven. Dann man tau, wie wir Mecklenburger so sagen. Einstweilen darf an den Stammtischen darüber diskutiert werden, was zuerst passieren wird: die Fertigstellung des Weltraumbahnhofes oder die Landung von Außerirdischen vor Peter Altmaiers Bundeswirtschaftsministerium.

III.

Endlich können wir wieder ruhig schlafen! Der Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Markus Dröge, ist nämlich ganz begeistert von der überaus erfolgreichen Integration sogenannter Flüchtlinge in Deutschland. Für „Angstfantasien“ gäbe es in der Realität keinen Anhalt. Messerattacken, Axtmorde, Vergewaltigungen, Drogenkriminalität sowie Clan-Unwesen sind also samt und sonders reine Fantasieprodukte, hat es nie gegeben. Keine Angstfantasie ist freilich der rasante Mitgliederschwund in Dröges Kirche, nämlich von 1,8 Millionen im Jahr der Wiedervereinigung auf rund 900.000 gegen Ende 2018.

IV.

Apropos Messerattacken: Die CDU-“Innenexpertin“ im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Ann Christin von Allwörden, scheint die gleichen Drogen wie Dröge zu nehmen. Während einer Debatte zur gesonderten statistischen Erfassung von Ausländergewalt behauptete sie, die Zunahme von Messerattacken sei nur gefühlt. Das wiederum würde mit der zunehmenden Geschwindigkeit des Informationsflusses im Internet zusammenhängen. Da können wir ja froh sein, dass hierzulande der Netzempfang so schlecht ist. Sonst wären es noch mehr Messerattacken.

V.

Wesentlich mehr Sinn für die Realität hatte unlängst hingegen der SPD-Sozialpolitiker Jörg Heydorn. Ex cathedra verkündete er im Schweriner Landtag: „Keiner Rentnergeneration wird es besser gehen als der jetzigen.“ Ihr habt es also gehört, liebe Senioren! Schnallt den Gürtel enger, denn ab jetzt geht es ganz offiziell bergab.

VI.

Wer schrieb kurz vor der Landtagswahl in Thüringen die „rechtsextreme“ Drohmail an Mike Mohring, den Spitzenkandidaten der CDU? Es war nicht Beate Zschäpes verleugnete Zwillingsschwester, sondern offenkundig ein Kolja Weber, Aktivist der Piraten aus Hamburg. Dem soll auch die entsprechende IP-Adresse zugeordnet worden sein. Das fand jedoch nicht die Polizei im letzten kommunistisch regierten Land Europas heraus, sondern Vera Lengsfeld, die als Bürgerrechtlerin der SED schon auf die Schliche kam, als selbige noch im ganzen Osten ihr Unwesen trieb.

VII.

Es tut gut, zu wissen, dass es in anderen Ländern kaum weniger irre zugeht als im Reich von Mutti Merkel. So ergab die Auswertung einer in England vorgestellten Studie, dass von fast 2,5 Millionen Exponaten der Naturkundemuseen in Chicago, London, New York, Paris und Washington nur 40 Prozent der ausgestopften Tiere weiblich sind. Das rief prompt Empörung seitens der Gender-Ideologen hervor, die nun von den Museen fordern, ihre Sammlungen künftig ausgewogener zu gestalten. Eine Frauenquote für Museumsexponate ist also nur noch eine Frage der Zeit.

VIII.

Chile ist ein bisschen wie Deutschland. Es gilt als wirtschaftlich sehr erfolgreich und wohlhabend. Nur irgendwie merken davon immer mehr Bürger immer weniger. Doch dann erkennt man schnell den Unterschied. In Chile reicht eine Erhöhung der Ticketpreise für die Metro von Santiago um 15 Cent aus, um den Volkszorn zu entfachen, die Regierung in Angst und Schrecken zu versetzen. In Deutschland mit seinen ohnehin schon rekordverdächtigen Strompreisen hat die Ankündigung von deren noch weiterer Erhöhung den Bürgern nur ein müdes Achselzucken entlockt. Dann haben sie es wohl auch nicht besser verdient.

IX.

Und nochmal Landespolitik: Der Vorsitzende des AfD-Landesschiedsgerichts von Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Ralph Weber, hat gestern hingeschmissen. Er wollte es nicht mittragen, dass Landessprecher Dennis Augustin wegen einer angeblichen 30 Jahre zurückliegenden NPD-Mitgliedschaft aus der Partei geworfen wird, obwohl ein Zeuge glaubhaft ausgesagt hatte, dass Augustin niemals der NPD angehörig war. Die anderen beiden Richter werden wohl gedacht haben: Was für ein schäbiger Lump! Hier geht es schließlich ums Große und Ganze! Und das ist wie in jeder anständigen Partei der Anspruch einer Funktionärskaste auf Macht und Mandate.

 

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