Kassiber aus der Anstalt – Mein Wochenrückblick (10)

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I.

Eines vorneweg: Freiwillige Organspende ist eine Entscheidung, die höchsten Respekt und Anerkennung verdient! Doch was die Bundesregierung hierzu auf den Weg bringen will, geht entschieden zu weit und ist ethisch nicht vertretbar. Der Mensch wird zum Ersatzteillager degradiert! Nur der ausdrückliche, von ihm selbst getätigte Widerspruch soll künftig verhindern können, dass ein Bürger nach Eintritt des Hirntodes nicht ausgeweidet wird wie in einem Schlachthof. Mit dem Hirntod ist das ja so eine Sache, denn während der Organentnahme müssen die Anästhesisten die lebendigen (vitalen) Funktionen eines Spenders aufrecht erhalten, bis das letzte Organ entnommen ist. Je nach Bedarf müssen sie Medikamente, Flüssigkeiten, Blut oder Frischplasma verabreichen, um für eine ausgeglichene Stoffwechsellage zu sorgen. Man könnte auch sagen, die Organe werden bei lebendigem Leibe entnommen. Ferner ist es eine groteske Doppelmoral, dem Bürger, der seine eigenen Organe ‚widerspruchslos‘ mit ins Grab nehmen will, ein schlechtes Gewissen einzureden, während man gleichzeitig die bedingungslose pränatale Kindstötung als wichtiges Frauenrecht verkauft.

II.

Wer in Rostock mit dem Automobil unterwegs ist, braucht starke Nerven. Ein Fläschchen Baldrian im Handschuhfach kann da nicht schaden. Grund sind die Ampelanlagen. Von denen gibt es nicht nur unnötig viele, sie sind auch noch derartig geschaltet, dass man ständig anhalten und zuweilen irrsinnig lange auf die nächste Grünphase warten muss. Viele Bürger fragen sich: Haben diese ständigen Geduldsproben vielleicht System? Ein solcher Verdacht liegt freilich nahe. Der grüne Umweltsenator ist gleichzeitig auch für den Verkehr zuständig – ein Widerspruch in sich. Wenn es sich nicht gerade um den eigenen Dienstwagen handelt, verabscheuen grüne Politiker das Auto und zwar nur vordergründig der Umwelt wegen. Tatsächlich hassen sie den Privat-PKW als Symbol für Individualismus und Freiheit. Also versucht man die Bürger durch nervtötende Ampelschaltungen und immer neue Sanktionen im Straßenverkehr so lange an den Rand des Wahnsinns zu treiben, bis sie ihr Fahrzeug stehen lassen und auf den ÖPNV umsteigen. Fahrradfahrer indes haben Narrenfreiheit. Ihnen wird suggeriert, dass der Gebrauch des Drahtesels eine moralische Großtat sei. Dem gegenüber steht der durch allerlei Abgaben ohnehin schon arg gebeutelte Automobilist als ewiger Sündenbock und Hauptschuldiger am drohenden Weltuntergang. Damit muss Schluss sein! Intelligente Ampelschaltungen und eine vernunftgemäße Gestaltung des Straßenverkehrs müssen endlich umgesetzt werden. Der PKW-Fahrer hat genau so viel Respekt verdient wie Radler und Fußgänger. Wer die einen gegen die anderen ausspielt, spaltet die Gesellschaft.

III.

Sitzt man am Strand von Warnemünde und blickt hinaus auf das Meer, gibt es nichts zwischen einem selbst und dem Horizont als die wogende See, durch die sich gelegentlich ein Schiff seinen Weg bahnt. Damit soll nach dem Willen des Bundestags in wenigen Jahren Schluss sein. Ab 2023 werden sich in Sichtweite vor Warnemünde gigantische Windräder von 300 Meter Höhe drehen, eine monströse Barriere mit nur ein paar wenigen Durchlässen für die Fracht- und Fährschiffe. Unsere herrliche Ostseeküste wird so zu einem Industriegebiet. Während Gastronomen und Gewerbetreibende vor Ort entsetzt sind ob der negativen Folgen für den lebenswichtigen Tourismus, ist die Politik ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung, allen voran Noch-OB Methling (UFR) in einem Anfall von Nach-mir-die-Sintflut-Stimmung. Fakt ist: Der irre Klimakult wird zu einer Bedrohung für den wirtschaftlichen Erfolg Rostocks. Nicht nur, dass die sogenannte Energiewende den Bürgern die europaweit höchsten Strompreise beschert, soll jetzt auch noch die Urlaubsregion entlang der Ostseeküste zerstört werden. Oberbürgermeister darf am 26. Mai nur ein Kandidat werden, der sich glaubhaft vom irren Klimakult distanziert.

IV.

Damit dürften das ZDF und sein Heute-Journal endgültig auf dem Niveau der NS-Wochenschau angekommen sein. Am vergangenen Donnerstag verkündete „Anchorman“ Claus Kleber mit todernster Miene mal so eben den 3. Weltkrieg. Russland hätte gerade die Republik Estland überfallen, weswegen NATO-Truppen jetzt zurückschlagen würden. Kurze Pause – dann löste er diese ungeheuerliche Meldung auf als eine Art verspäteten Aprilscherz, allerdings nicht ohne noch anzumerken, dass dies ein „sehr realistisches Szenario“ sei. Mit Journalismus hat derlei plumpe Kriegshetze freilich nichts mehr zu tun. Einmal mehr wird deutlich, dass wir von Irren regiert werden, deren Spießgesellen bei den Medien selbst vor öffentlicher Panikmache der übelsten Sorte nicht mehr zurückschrecken. Ob dem ZDF eigentlich klar ist, was solche Meldungen außerhalb Deutschlands, vor allem unter der estnischen Bevölkerung auslösen können? Immerhin lebt in allen drei baltischen Staaten eine erhebliche russische Minderheit. Deutsche Propaganda hetzt die dortigen Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf, gefährdet so die innere Sicherheit in jenen Ländern. Fazit: Claus Kleber gehört sofort gefeuert, die Bundesregierung muss sich bei Russen und Esten gleichermaßen entschuldigen und das ZDF sollte endlich aufgelöst werden.

V.

Während die einen wegen irgendwelchen Schwachsinns wie Pestkranke behandelt werden, dürfen andere mit reichlich realem Dreck am Stecken im deutschen Staatsfernsehen für sich und ihre Weltanschauung werben. Wer unter diesen Umständen die Anti-IB-Kampagne überhaupt noch ernst nimmt ist selbst schuld. Und die FPÖ wird ihren Lebtag nicht mehr los, dass sie über dieses Stöckchen gesprungen ist.

 

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