KW 9 – Hoffnungsvoll, erwartbar, lächerlich, enttäuschend, dreist

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I.

Nichts illustriert die Verlogenheit er Linken derzeit eindrucksvoller als deren Umgang mit Venezuela: Geschlossene Grenzen sind gut, solange sie einen roten Diktator schützen und Millionen Hungerflüchtlinge sind einerlei, wenn es sich dabei um die Opfer eines neuerlichen sozialistischen Experiments handelt. Dessen krachendes Scheitern wollen sich die weltweiten Fans linker Ideologien um keinen Preis eingestehen. Obwohl es die Autokraten Chavez und Maduro waren, die das potentiell reichste Land Lateinamerikas innert knapp zweier Jahrzehnte in Grund und Boden gewirtschaftet haben, werden unbeirrt die USA und ihre mutmaßlichen Handlanger für das Desaster verantwortlich gemacht. Es ist die alte Leier, mit der bis heute alle gescheiterten Revolutionäre das von ihnen angerichtete Elend zu begründen suchen. Offensichtlich wird hier gleichwohl auch die Verachtung westlicher Salonbolschewisten für die Menschen, welche man skrupellos derlei gesellschaftspolitischen Großversuchen aussetzt. Armutsflüchtlinge aus Afrika werden vordergründig hofiert, weil für deren Situation angeblich das reiche Europa verantwortlich ist. Hungerflüchtlinge aus Venezuela hingegen gelten als Verräter am sogenannten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“. Allen gemeinsam ist, dass sie in den Augen linksgrüner Schreibtischtäter bloße Verfügungsmasse sind für die Umsetzung ihrer politischen Wahnideen. Lenin, Stalin, Mao Zedong, Pol Pot und Fidel Castro lassen herzlich grüßen. Wer immer noch glaubt, der Sozialismus sei die Lösung für die Probleme der Welt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

II.

Der sogenannte Gay Travel Index bewertet die Länder dieser Erde danach, wie sicher und unbeschwert homosexuelle Männer dort ihren Urlaub verbringen können. Dementsprechend wird jedes Jahr ein Ranking erstellt, auf dem Deutschland 2019 buchstäblich abgestürzt ist, nämlich auf Platz 23, gleichauf mit dem erzkatholischen Drogenstaat Kolumbien. Eine Ursache für diese peinliche Bewertung ist die zunehmende Gewalt gegen Schwule und Lesben, vor allem in den bereits sehr stark islamisierten Ballungsräumen. Man kann eben nicht die eigenen Staatsgrenzen aufgeben und Millionen Migranten aus den archaischen Kulturen Zentralasiens und Afrikas völlig unkontrolliert ins Land lassen, gleichzeitig aber glauben, das hätte keine Auswirkungen auf das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Vor allem Zuwanderer, die aus Regionen kommen, in denen Homosexuelle gesteinigt oder an Baukränen aufgehängt werden, dürften einige Mühe mit der hierzulande bisher üblichen Toleranz haben. Das belegen auch wissenschaftliche Untersuchungen. So hat der niederländische Migrationsforscher Ruud Koopmans ermittelt, dass rund zwei Drittel der in Deutschland lebenden Muslime homosexuelle Menschen ablehnen. Immer häufiger werden gewaltsame Übergriffe bekannt. Paradoxerweise haben die komplett linksgrün unterwanderten schwul-lesbischen Lobbyverbände die Massenzuwanderung der vergangenen Jahre stets sehr eifrig unterstützt und jede Kritik am Islam als „rassistisch“ oder „islamophob“ diffamiert. Die Folgen dieser Unterwerfungspolitik treten indessen immer deutlicher zutage.

III.

Der jährliche Festkalender deutscher Politfunktionäre sowie von diesen fördermittelmäßig abhängiger Kultur- und Medienschaffender weist eine Reihe von Anlässen auf, zu denen man sich aus allen Ecken des politisch korrekten Paralleluniversums kommend in irgendeiner Feierhalle versammelt, um sich gegenseitig mit Orden oder Preisen zu überhäufen. So auch jüngst in Aachen, wo der dortige Karnevalsverein den „Orden wider den tierischen Ernst“ zu vergeben hatte. Den bekommen freilich nicht irgendwelche dahergelaufenen Plebejer, die mit ihrem unerschütterlichen Humor das lustige Leben der selbstgefälligen Eliten überhaupt erst möglich machen, sondern verdiente Genossen wie Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU). Zuvor jedoch hatte Katarina Barley, Bundesjustizministerin und nebenbei SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, einen denkwürdigen Auftritt. Als Freiheitsstatue kostümiert und sozusagen für diese sprechend, verkündete Barley, dass sich Lady Liberty im „Krisengebiet“ USA nicht mehr sicher fühlen würde und deshalb um Asyl in Deutschland ersuche. Eigentlich wäre ja Frankreich, dessen Geschenk an die Vereinigten Staaten sie ja gewesen sei, das ordnungsgemäße Exil, doch dort herrsche „Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron“. Der habe zwar so süße Vornamen, privatisiere aber alles „was nicht bei drei auf dem Eiffelturm“ sei. Drum komme als idealer Fluchtort für die Freiheitsstatue nur Deutschland in Frage mit seiner tollen Willkommenskultur, den weit geöffneten Grenzen und der wunderbaren Demokratie. Glauben Frau Barley und ihre jubelnden Zuhörer all das wirklich? Glauben sie wirklich, die Freiheitsstatue würde sich in einem Land wohlfühlen, in dem eben jene Justizministerin gerade die Abschaffung freier und gleicher Wahlen fordert, in dem eine demokratische Opposition vom Geheimdienst überwacht und das Internet zensiert wird, wo Andersdenkende von staatlich geförderten Schlägertrupps halbtot geprügelt werden und der staatliche Rundfunk Handbücher zur effektiven Manipulierung der Bürger erstellen lässt?

IV.

Die evangelische Nordkirche hat in den letzten Jahren rund 300.000 Mitglieder verloren, zählt derzeit noch knapp 2 Millionen Gläubige. Immer mehr Christen sind frustriert und unzufrieden, denn die beiden sogenannten großen Kirchen bieten ihren reichlich Kirchensteuer zahlenden Schäfchen immer weniger spirituelle Nahrung im Sinne einer überzeugenden Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi. Stattdessen scheinen der linke Zeitgeist und das grüne Parteiprogramm die Bibel ersetzt zu haben, ist politisch korrekte Volkspädagogik an die Stelle der von Luther postulierten Freiheit des Christenmenschen getreten. Ebenso schwer wiegt freilich, dass sich vor allem die evangelische Kirche zur bedingungslosen Erfüllungsgehilfin der Regierenden degradiert hat und die Politik des Staates kritiklos unterstützt. Wer damit nicht konform geht, wird diffamiert, ausgegrenzt, in die rechte Ecke verbannt. Vor diesem Hintergrund ist die Wahl des Rostocker „Ökumene-Pastors“ Tilman Jeremias zum Bischof des Sprengels Mecklenburg-Pommern kein gutes Zeichen, steht er doch wie kaum ein anderer für den oben beschriebenen Kurs seiner Kirche. Gemeinsam mit linksextremistischen Gruppierungen wie der verfassungsfeindlichen Antifa, DKP und MLPD organisierte Jeremias Proteste gegen friedliche Kundgebungen der AfD, brüskierte Tausende Bürger, darunter viele Christen, mit einem riesigen Banner, worauf zu lesen war: „Unser Kreuz hat keine Haken“. Auch in Sachen Islam versteht der neue Bischof keinen Spaß. Die Moschee in Rostock ist ihm ein Herzensanliegen. Ein Dialog mit Kritikern der aktuellen Entwicklung aber blieb bislang aus. Dabei wäre es gerade die Aufgabe der Kirche, Bürger mit unterschiedlichen Meinungen vermittelnd zusammenzuführen. Leider stehen die Zeichen weiterhin auf Spaltung.

V.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Justizministerin Katarina Barley (SPD) haben die sogenannten Schülerstreiks im Dienste der ökopopulistischen Klima-Ideologie ausdrücklich gelobt: „Davon brauchen wir mehr!“ Die deutsche Regierungschefin und ihr sozialdemokratisches Faktotum haben damit aller Welt klargemacht, dass in der Bundesrepublik keine Regeln und Gesetze mehr gelten, wenn diese dem Kampf für die richtige Sache im Wege sind. Schulpflicht war mal. Künftighin können die Heranwachsenden also von Montag bis Freitag den Unterricht schwänzen, um für Klimaschutz, gegen „rechts“ und wer weiß wofür oder wogegen sonst noch zu demonstrieren. Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt. Linksgrüne Weltuntergangspropheten werden die Kinder und Jugendlichen schon mit Themen versorgen. Angela Merkel bleibt ihrer historischen Rolle als große Alleszermalmerin treu, die vollständig zerstört, was unsere Gesellschaft über Jahrzehnte und Jahrhunderte zusammenhielt. Sie hat Deutschland und Europa dermaßen nachhaltig gespalten, dass es Generationen brauchen wird, um die Hinterlassenschaften dieser Frau zu überwinden. Jetzt also hetzt sie, damit Figuren wie Stalin oder Mao nicht unähnlich, die Jugend gegen die Eltern auf. Letztere büßen gegenüber ihrem Nachwuchs weiter Autorität ein, wenn laut Kanzlerinnenwort die Schulpflicht nur noch Auslegungssache ist. Der Rechtsstaat verliert dadurch seinen inklusiven Charakter, wird exklusiv und regelt Gesetzesverstöße nur noch danach, worum und um wen es sich im jeweiligen Fall handelt. Wer der „richtigen“ Sache dient, hat nichts mehr zu befürchten.

 

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3 Gedanken zu „KW 9 – Hoffnungsvoll, erwartbar, lächerlich, enttäuschend, dreist

  1. Es gibt nicht wenige Mitglieder der CDU, die z.T. öffentlich bekunden, die AfD zu wählen. Immer in der Hoffnung, der Stimmenverlust wird in absehbarer Zeit dieser Merkel mit ihren Claqueuren ein Ende bereiten. Aber welche Hoffnung dürfen die evangelischen Christen bezüglich einer Erneuerung haben, wenn sogar ein Mann wie Jeremias zum Bischof ernannt wird? Ein Bischof, der wohlwollend die Islamisierung vorantreibt. Müssen wir hoffen, daß weitere zehntausend Gläubige der Kirche den Rücken kehren? Der flächendeckende Gottesdienst hat sich schon jetzt erledigt. Eines ist aber sicher, die Führungsclique, die schon jetzt nur noch unter sich ist, wird sich ihre Pfründe sichern.

  2. Die evangelischen Christen sollten ihre „Kirche“ sofort verlassen. Aber natürlich werden sie das (wieder) nicht tun, auch, wenn sie mit der Führung dieser Organisation gar nichts verbindet. Schade.

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