„Möge Allah Dich behüten!“ – Liebesbriefe an Merkel

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Kennen Sie den Pirnaischen Platz in Dresden? Wenn nicht, wäre der nächste Pegida-Spaziergang die Gelegenheit für einen Besuch, denn der führt stets am Pirnaischen Platz vorbei. Heute jedenfalls ist das eine zugige Kreuzung am östlichen Rande der Altstadt und wäre kaum der Erwähnung wert, gäbe es dort nicht ein gewisses Hochhaus. An dessen Fassade ist noch heute ein ehedem rot leuchtender Schriftzug erkennbar, der dort von 1968 bis 1987 den Sieg des Sozialismus verkündete. Skurrile Parolen, Losungen genannt, bestimmten in der DDR bis zu ihrem unrühmlichen Ende das Bild der Städte und Gemeinden. Kein öffentliches Gebäude, keine Fabrikhalle und kein LPG-Stall, der nicht in enger Abstimmung mit dem sozialistischen Festkalender unterjährig Haltung zeigte und an bröckelnden Fassaden für Planerfüllung, Friedenssicherung und Treue zur Partei warb. Die friedliche Revolution im Wendeherbst machte auch diesem Spuk ein Ende.

Leider ist nichts von Dauer, auch der Sieg über den Sozialismus nicht. Seit einiger Zeit häufen sich unheimliche Déjà-vus bei jenen, die den Arbeiter- und Bauernstaat noch selbst erlebt haben. Plötzlich ist es nämlich wieder en vogue, bei jeder Gelegenheit die korrekte politische Haltung, früher Klassenstandpunkt geheißen, öffentlich zu manifestieren. Schulen weigern sich, die Kinder von Dissidenten zu unterrichten. Der sich euphemistisch Verfassungsschutz nennende Geheimdienst ist kurz davor, die letzte sich noch regierungskritisch gebende Oppositionspartei zu überwachen, deren Verbot inzwischen sogar von einigen lupenreinen Demokraten ins Gespräch gebracht wurde. Unternehmen stellen nicht mehr nur irgendwelche Produkte her oder bieten irgendwelche Dienstleistungen an, nein, sie fühlen sich auch in der Pflicht, bei jeder Gelegenheit ihre unverbrüchliche Treue zur Politik der Staatsführung kundzutun.

Und ja, auch die Parolen sind fürderhin wieder da. Vor ein paar Tagen wurde im ruhrpöttischen Oberhausen auf einem Hochhausdach am Hauptbahnhof eine Leuchtschrift in Betrieb genommen, die verkündet: „Vielfalt ist unsere Heimat“. In einer Stadt, die seit Jahren unter enormer Ausländerkriminalität in diversen No-go-Areas leidet, muss dieses quasireligiöse Dogma des Merkel-Staates reichlich bizarr wirken. Dennoch sind zumindest Politiker sowie Kultur- und Medienschaffende vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen. Freilich haben wir es hier mit den Mätzchen einer Elite zu tun, die zur Lösung der tatsächlichen Probleme nichts mehr beizutragen hat, sei es die enorme Arbeitslosigkeit mit der damit korrespondierenden Armut, verwahrloste Innenstädte oder die allenthalben marode Infrastruktur. Oberhausen muss über 40 % seines Haushalts für soziale Belange ausgeben.

Indessen lässt sich die Domina litterata des deutschen Politikbetriebes in Gestalt der Angela Merkel von ihren muslimischen Neuuntertanen huldigen wie die Regentin eines Operettenstaates. Vor wenigen Tagen war auf dem notabene öffentlich-rechtlichen Sender 3sat ein Beitrag mit dem Titel „Liebesbriefe für die Kanzlerin“ zu sehen. In einer Art Gewächshaus mit allerlei tropischen Pflanzen und plätschernden Bächlein hat man eine Staffelei positioniert mit einem Porträt Merkels, worauf sie mit huldvoller Geste in die Ferne lächelt. Vor dieser, irgendwie an die Innendekoration nordkoreanischer Repräsentationsbauten erinnernden, Kulisse rezitieren im weiteren Verlauf ein Muslim sowie eine Muslima mehrere Gedichte. Untermalt wird das Ganze von arabischer Musik. Das klingt dann so:

Wir grüßen Dich, oh Frau Merkel / Gegrüßt die Mutter der Entrechteten und der Niedergeschlagenen / Du hast sie geschützt vor Leid und Entbehrung / Grüße der Kinder, die Du der Krankheit und Kälte entrissen / Grüße der Alten, die Du in ihrer Gebrechlichkeit stütztest / Grüße der Jungen, die Du in ihrer Heimatlosigkeit umarmtest / Grüße von allen unter dem Himmel / Grüße und Frieden!“

Du bist die Prinzessin, die Königin! / Eine zärtliche, fürsorgliche Mutter für alle Menschen auf dieser Erde / Allah möge Dich beschützen und behüten / Wir werden Dich nicht vergessen, wie Du auch immer in der Erinnerung unserer Kinder bleiben wirst / Deine Großmut und Fürsorge in einer Zeit ohne Moral / Du hast Deinen Namen in die Geschichte eingeschrieben als Mutter der Menschheit.“

Merkel geht und es weinen die Herzen der Geflüchteten / Nur ihr bleibt ein Platz in der Geschichte / Sie, die aufopfernd sich der Flüchtlinge annahm, ihnen die Würde wiedergab, ihr Leid milderte und ihren Kummer nahm / Sie bezahlt dafür mit ihrer politischen Zukunft und vielleicht mit der Zukunft ihrer Partei.“

Merkel! König Nadsashi unserer Zeit / Sie reiht sich ein unter die großen Führer der arabisch-islamischen Welt / Danke Merkel, denn wer den Menschen nicht danken kann, kann auch Allah nicht danken / Auf Wiedersehen, Mama Merkel! Schenke Allah Dir Gesundheit und Glück!“

Mag sein, dass einst usbekische Baumwollpflückerinnen zu Stalins Geburtstag den „Vater der Völker“ mit ähnlichen Hymnen geehrt haben. Auf jeden Fall schrieb Johannes R. Becher zum Tode des Sowjetdiktators ein 16-strophiges Gedicht mit dem Titel „Dem Ewig-Lebenden“, das vom Duktus her ungefähr an die oben zitierte Flüchtlingslyrik heranreicht. Es sei, ehrlich gesagt, den offenkundig überglücklichen muslimischen Migranten auch unbenommen, ihre Freizeit mit der Dichtung von derlei Ergüssen zu verbringen. Wenn aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk solche Huldigungen im Stil des nordkoreanischen Fernsehens völlig unkommentiert unters Volk bringt, läuft etwas falsch im Reich der Mutter der Entrechteten! Sie haben die Leuchtschrift am Pirnaischen Platz in Dresden zu früh demontiert. Der Sozialismus ist noch keineswegs besiegt. Lange wird es diesmal aber nicht mehr dauern, denn ein System, dessen Führerin einen derartigen Personenkult nötig hat, ist nolens volens am Ende. Die angebliche Mutter der Menschheit ist in Wirklichkeit eine Kaiserin ohne Kleider.

 

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Ein Gedanke zu „„Möge Allah Dich behüten!“ – Liebesbriefe an Merkel

  1. Tja und was wäre aus ihr, wenn über sie nach den noch bestehenden Gesetzen der Weimarer Republik ein Urteil gefällt würde? Da hat sie aber Glück, das diese Institutionen nicht handlungsfähig sind aus Mangel an Nichtvorhandensein!!!
    Ich persönlich hasse dieses M…stück nicht mal mehr. Für sie bleibt nur die tiefste Verachtung von mir und meiner Familie. Da sie angeblich ne Christin ist, trotz FDJ-Beiträge, kann sie gewiss sein, eines Tages trifft sie und den anderen Verantwortlichen Gottes Strafe. Wer die dann ausführt sei jetzt dahingestellt.

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