Baut Rostock bald Bunker?

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In der Schweiz war es während des Kalten Krieges vorgeschrieben, dass jedes öffentliche Gebäude und jeder Neubau eines Wohnhauses über Luftschutzräume zu verfügen hatte. Also begab es sich, dass in jenem Apartmentblock in Baden bei Zürich, wo ich Mitte der 1990er Jahre logierte, die Waschmaschinen und Wäschetrockner in einem Bunker neben dem Keller standen. Und die Mormonengemeinde im nahen Wettingen, welche ich damals jedes Wochenende besuchte, führte ihre Sonntagsschule in einem Luftschutzraum unterhalb des Kirchensaals durch, in den man nur durch eine Schleuse mit dicken Stahltüren gelangte. In einer abgeteilten Ecke standen Doppelstockbetten sowie eine Anlage zur Filterung der Atemluft im Ernstfall. Ich fand das stets ziemlich skurril, obschon mir auch die Akkuratesse imponierte, mit der sich die Eidgenossen vor den Auswirkungen eines allfälligen Atomkrieges zu schützen versuchten.

Insofern ist es ja durchaus positiv zu bewerten, wenn sich die Verantwortlichen in der Hansestadt Rostock angesichts einer wachsenden Terrorgefahr wieder dem längst für obsolet erachteten Zivilschutz zuwenden. Das begann unlängst mit der Errichtung von LKW-Sperren und Betonbarrieren in der Innenstadt und soll nun mit der flächendeckenden Installation von Alarmsirenen weitergeführt werden. Allein diese Maßnahmen werden den Steuerzahler insgesamt eine runde Dreiviertelmillion Euro kosten. Was kommt als nächstes? Wird man im Rathaus den Bau von Bunkern beschließen, wohinein die Bürger sich bei einem Terrorangriff flüchten können? Immerhin stehen auf dem Gelände der ehemaligen Neptunwerft sowie am nahen Thomas-Müntzer-Platz noch zwei derartige Betonungetüme aus den Jahren des letzten Weltkrieges und ließen sich gegebenenfalls reaktivieren.

Der entscheidende Unterschied zwischen der Schweiz und Rostock besteht freilich darin, dass sich die Eidgenossen einer Bedrohung zu erwehren hatten, für deren Existenz sie nicht verantwortlich waren. In der nordostdeutschen Hansestadt und anderswo in Merkels buntem Reich hingegen wird auf eine Gefahr reagiert, welche man höchstselbst generiert hat. Die von äußerster Verantwortungslosigkeit gegenüber dem eigenen Volk geprägte Öffnung der Landesgrenzen für bald zwei Millionen dubiose Zuwanderer aus dem arabischen und afrikanischen Großraum sowie der aus pathologischem Selbsthass gespeiste Nihilismus der westeuropäischen Eliten, dessen hochgiftige Frucht der sogenannte UN-Migrationspakt ist, sind die Ursachen dafür, dass in Rostock wieder Betonsperren und Alarmsirenen installiert werden müssen.

Es mutet schon irgendwie grotesk an, wenn der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), Angela Merkel bei ihrem Zerstörungswerk eilfertig zuarbeitend, vor wenigen Tagen den UN-Migrationspakt ausdrücklich unterstützte, während zeitgleich beispielsweise in Rostock für viele Hunderttausend Euro Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um die Bürger vor den Folgen eben dieses Paktes zu schützen. Aus dieser Verantwortung dürfen die Blockparteien bei der kommenden Kommunalwahl am 26. Mai 2019 unter gar keinen Umständen entlassen werden, auch wenn sie sich, wie momentan die Rostocker CDU, gegenüber dem Treiben der Führerin in Berlin kritisch gerieren.

© Foto: Pixabay

 

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