Köln, Leipzig, Teterow – Mein Wochenrückblick

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I.

Vor gut einer Woche kam der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nach Deutschland. Dieser Besuch war richtig und wichtig. Er hat mehr denn je deutlich gemacht, dass anbiedernde Kollaboration niemals belohnt wird. All diese Gutmenschen aus dem linksgrünen Juste Milieu, die sich so vehement für die Großmoschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld eingesetzt hatten, sie durften lernen, wo ihr Platz ist und künftig sein würde in einer vom Islam dominierten Gesellschaft. Der Ochse zieht den Pflug, er sitzt nicht bei den Bauern am Tisch. Entsetzt mussten die Protagonisten islamophiler Unterwerfungspolitik wie Kölns Oberbürgermeisterin Reker feststellen, dass der Sultan vom Bosporus und seine in Deutschland lebenden Untertanen keinen Wert mehr auf nette Grußworte und schleimige Sonntagsreden, ja nicht einmal auf die Anwesenheit der Dhimmis selbst legen, nun da das monströse Bauwerk fertig ist und seine Kuppel dem Himmel über der Rheinmetropole entgegenstreckt. Folgerichtig wurden Auflagen der Stadtverwaltung schlichtweg ignoriert und Erdogans Sicherheitsleute nahmen wie selbstverständlich hoheitliche Aufgaben der deutschen Polizei wahr. Den Repräsentanten der Bundesrepublik ist der Status bloßer Statthalter zugewiesen worden. Ein bisserl Empörung gab es zwar, aber geschenkt, denn dafür ist es nun zu spät. Es kommen einem die Worte des tunesischen Spitzbuben Muley Hassan in den Sinn, welche dieser in Schillers Fiesco spricht, als er nach vollzogenem Verrat barsch des Raumes verwiesen wird: „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“

II.

Kurz darauf der „Tag der offenen Moschee“. Den schon länger hier Lebenden auch als Tag der deutschen Einheit geläufig. Wir sind über Land gefahren durchs östliche Mecklenburg: Teterow, Malchin, Stavenhagen und einige Dörfer. Nirgendwo auch nur das leiseste Anzeichen eines Nationalfeiertages. Keine Fahnen, keine Volksfeste, überhaupt kaum Menschen zu sehen. Moscheen allerdings auch nicht. Und selbst wenn, würden sie nur eine große Leere füllen, ein ideelles Nichts. Mir begegnen ein paar Migranten. Die sollen sich integrieren. Aber wo hinein? Ich habe schon in einigen Ländern deren Nationalfeiertage erleben dürfen. Das war stets erhebend. Unübertroffen ein 1. August vor der Kulisse des Rheinfalls bei Schaffhausen in der Schweiz. Eine Dreiviertelstunde Feuerwerk. Die Nationalhymne. Da stehen sie entlang der Uferpromenade: Eidgenossen aus der deutschen, der französischen, der italienischen und der rätoromanischen Schweiz. Dazwischen auch Zuwanderer. Und Leute mit Trachten aus verschiedenen Gegenden des Landes. Alles eins. Zumindest an diesem herrlichen Sommerabend. Man gehört irgendwie zusammen, teilt seinen Picknickkorb auf der Festwiese mit völlig fremden Menschen, ist stolz ein Schweizer zu sein. Daraus erwächst Kraft. Ich kann mich freilich noch sehr gut erinnern, damals instinktiv hinüber zum wenige Kilometer entfernten Deutschland geschaut zu haben. Dort herrschte völlige Dunkelheit. Und das dürfte auch an diesem 3. Oktober nicht anders gewesen sein.

III.

Vor kurzem veröffentlichten diverse „Kulturschaffende“ eine Resolution, in der sie den Rücktritt von Bundesinnenminister Seehofer forderten. Eigentlich war das Ganze eine Ergebenheitsadresse an die Kanzlerin und deren politischen Kurs. Man muss dem mit Nachsicht begegnen. In einem Gesinnungsstaat, der Deutschland inzwischen wieder ist, gehört es für „Kulturschaffende“ auch dazu, in regelmäßigen Abständen den eigenen festen Klassenstandpunkt coram publico zu manifestieren, um weiterhin vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder von der staatlichen Filmförderung berücksichtigt zu werden. Es sich durch politische Auffälligkeit mit ARD und ZDF und allem was dazu gehört zu verscherzen, kann Konsequenzen zeitigen, die quasi einem Berufsverbot gleichkommen. Indes hat auch der private Kunsthandel nachgezogen und ein unmissverständliches Zeichen gesetzt. Regierungskritische Meinungsäußerungen werden von der Leipziger Galerie Kleindienst fortan nicht mehr geduldet. Deswegen hat man dem Maler Axel Krause gekündigt. Sein Vergehen? Er hat auf Facebook die Zuwanderungspolitik der großen Vorsitzenden getadelt, gilt desterwegen nun als „rechts“ und somit als persona non grata im deutschen Kunstbetrieb. Es ist völlig unerheblich, ob die Galerie Kleindienst aus eigener Überzeugung einen auch international renommierten Künstler in die Wüste schickt oder weil sie selbst Angst vor Repressalien hat. Aber es wäre schon interessant zu erfahren, was all jene Politiker der Blockparteien zu diesem ungeheuerlichen Vorgang sagen, die stets und ständig von Toleranz und Vielfalt sowie vom drohenden Untergang der Demokratie fabulieren.

IV.

Abschließend noch ein paar Bemerkungen in eigener Sache. Ich habe derzeit bewusst kein Büro am Sitz des Landtages in Schwerin, weil dies aufgrund der Benachteiligung in Bezug auf Mittel und Personal gegenüber auch der winzigsten Fraktion keinen Sinn machen und meine Ressourcen unnötigerweise arg strapazieren würde. Mein Arbeitsplatz zwischen den Landtags- und sonstigen Sitzungen bleibt das Bürgerbüro im Torhaus am Rande der Güstrower Altstadt. Dort werden wie bisher Sprechzeiten stattfinden, aber auch Vorträge und Seminare zu den unterschiedlichsten Themen. Momentan habe ich eine Reihe von Kleinen Anfragen in der Pipeline und bereite ferner einige parlamentarische Initiativen zu kultur-, umwelt- und sozialpolitischen Anliegen vor. Dazu später gerne mehr.

© Foto: Pixabay

 

 

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3 Gedanken zu „Köln, Leipzig, Teterow – Mein Wochenrückblick

  1. Die “ neue Tendenz “ geht in die Vernichtung unserer Kleingartenanlagen.
    Seit Jahren überall Verwüstung und Einbrüche…..Jugendliche Täter mit einer anderen Sprache !! Nicht deutsch.
    Inzwischen arabische Familien, die ganze Anlagen kaufen dürfen und wir dürfen raten was demnächst dort stehen wird ?? Natürlich die nächste Moschee.
    Gekaufte Bürgermeister !!!! Gekaufte Minister !!! Überall !!!! Und die Schwesig grinst blöd in die nächste Kamera

  2. Hallo Herr Arppe, wenn ich Ihre Texte so lese, dann scheinen Sie mir ein sehr weltoffener und allseitig interessierter Mensch zu sein. Für Sie und übrigens auch für mich definiert sich Weltoffenheit ganz anders als für die pubertären „No Nations – No Borders!“ – Brüllaffen am Rande der AfD-Demos. Wahre Kosmopoliten reisen selbst in fremde Länder, sind offen für deren Kultur und haben ein Interesse daran, dass diese Kulturen und natürlich auch ihre eigene erhalten bleibt. Die großen Reisenden der Geschichte waren Weltbürger, liebten gleichzeitig aber auch ihre Heimat und deren Identität.

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