Falsche Helden: Ein paar Gedanken zu Herrn Maaßen und zur Nordkirche

Veröffentlicht am

I.

Als Martin Luther seinerzeit anfing dem Pontifex der allein seligmachenden Kirche auf die Nerven zu gehen, indem er die unchristlichen Machenschaften des katholischen Klerus mit wachsender Schärfe kritisierte, dachte man in Rom darüber nach, wie der aufsässige Mönch aus dem deutschen Hinterland ruhiggestellt werden könnte. Papst Leo X. hatte dann auch eine zündende Idee und schlug vor, dem Störenfried die Kardinalswürde anzutragen. Luther blieb freilich standhaft sowie sich selbst und seiner Sache treu. Später vor dem Kaiser besiegelte er diese Haltung mit den berühmten Worten: „Hier stehe ich und kann nicht anders! Gott helfe mir, Amen!“

Hans-Georg Maaßen wird ja nun von vielen für einen großen Helden gehalten. In der Tat hat er Merkels wahnwitzige Migrationspolitik frühzeitig kritisiert und der regierungsamtlichen Demagogie im Zusammenhang mit den Ereignissen in Chemnitz deutlich widersprochen. In der Folge wurde er Opfer einer widerwärtigen Hetzkampagne seitens der eigenen Administration wie auch und vor allem der regimetreuen Medien. Am Ende aber besann man sich im Kanzleramt auf die Rezepte eines Renaissance-Papstes zur Lösung solcher Probleme und bot Maaßen die Staatssekretärswürde an. Er nahm sie an. Er ließ sich kaufen. Anders als Luther taugt er nicht zum Helden.

II.

Apropos Kirche. Gewissermaßen die Erbwalter Martin Luthers und der Reformation, die Leitungskader der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, der sogenannten Nordkirche, trafen sich am vergangenen Dienstag mit der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zum alljährlichen Rapport. Wie es sich für einen vom Staat bezahlten Kirchenfürsten gehört, verkündete Landesbischof Ulrich dann auch noch einmal ex cathedra, was man in der Schweriner Staatskanzlei hören wollte: „Nach dem christlichen Menschenbild ist jeder Einzelne Geschöpf Gottes, das mit unverlierbarer Würde begabt ist. Als Nordkirche werden wir daher weiterhin ein verlässlicher Partner all derjenigen sein, die eine offene und freie Gesellschaft für alle Menschen gestalten. Wo aber Gewalt und Rassismus an die Stelle einer demokratischen Streitkultur treten, werden wir klar widersprechen.“

Hinter dem politisch korrekten Geschwurbel verbirgt sich also, dass die Kirche auch künftig ein verlässlicher Partner im „Kampf gegen rechts“, vulgo im Kampf gegen regierungskritische Bürger sein möchte. Sie will sich folgerichtig auch weiterhin mit der gewaltbereiten Antifa gemein machen und das christliche Menschenbild besingende linke Bands unterstützen, wie sie beim „Konzert gegen rechten Hass“ in Chemnitz auftraten. Dort hörten mutmaßlich 65.000 Besucher solche Songtexte wie diese hier:

Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse.“ „Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt.“

oder:

Eva Herman sieht mich, denkt sich: ‚Was’n Deutscher!‘ / Und ich gebe ihr von hinten wie ein Staffelläufer / Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus / Nich alles was man oben reinsteckt, kommt unten wieder raus.“

oder:

Ich schleich mich ein bei Sarrazins, 6 Uhr, alles pennt noch, Selbstmord-Attentat.“

Die evangelische Pastorin Elisabeth Rabe-Winnen jubilierte anschließend im Staatsfernsehen: „In Chemnitz wurde wieder Mitmenschlichkeit sichtbar.“ YEE-HAA! Man mag sich gar nicht ausdenken, welche Mitmenschlichkeit am kommenden Samstag von der Rostocker Marienkirche ausgehen könnte, wenn die evangelische Innenstadtgemeinde dort eine „interreligiöse Andacht“ wider die kurz darauf stattfindende AfD-Demo abhalten wird.

© Foto: Keystone/EPA/JIM LO SCALZO

 

Wir sollten in Kontakt bleiben! Jetzt Newsletter abonnieren!

Teilen Sie diesen Beitrag:

2 Gedanken zu „Falsche Helden: Ein paar Gedanken zu Herrn Maaßen und zur Nordkirche

  1. das ist das erstemal, daß ich seehofer loben muß, das war kabarett vom feinsten. da ist es dem almöhi doch gelungen, mit einem stoß zwei machtgeilen weibern eine zu verpassen. einmal der matrone mit dem göringähnlichen gesicht aus dem nahen osten und ihrer roten zwillingsschwester aus dem nahen westen! das war exzellent, horst. ich lach mich schlapp hier!

  2. Wozu so viele Worte für diesen kleinen Bettnässer Maassen… wenn eine Stasi-Merkel Bundeskanzlerin werden kann trotz unzähliger Demo’s und ein Stasi-Gauck Bundespräsident ???

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.