Chemnitz, Jamel, Rostock – Symptome des Wandels

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I.

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. In dem westmecklenburgischen Dörfchen Jamel fand das alljährliche Rockfestival gegen rechts statt. Organisiert wird es vom Ehepaar Lohmeyer. Die sind extra in die Einöde gezogen, um das politisch übel beleumundete Nest zu entnazifizieren. Das ist ihre Mission. Ergo das Festival. Frau Lohmeyer ist haupt- oder nebenberuflich – so genau weiß das keiner – Schriftstellerin und hat die Öffentlichkeit bislang mit solchen wegweisenden Klassikern wie „Nur die Kogge war Zeuge“ bereichert. Herr Lohmeyer macht in Musik. Seit einigen Jahren machen nun beide in Kampf gegen rechts. Das ist auch lukrativer. Man wird mit Preisen überhäuft und nachdem auf mysteriöse Weise die Scheune brannte, solidarisieren sich selbst höchste Kreise mit dem heldenhaften Künstlerpaar. Neulich trat sogar Herbert Grönemeyer als Überraschungsgast auf. Wenn so jemand extra aus London kommend in Jamel einschwebt, hat man es geschafft, spielt sozusagen in einer Liga mit Rock am Ring oder Wacken Open Air. Es lohnt sich also. Grönemeyer bei Lohmeyers auf dem Forsthof. Für Demokratie und Toleranz will er singen. Zwischendurch darf auch der feste Klassenstandpunkt nicht fehlen, muss Haltung gezeigt werden. Herbert weiß Bescheid. Wer über den richtigen Umgang mit dem als Seenotrettung euphemisierten Schlepperunwesen auf dem Mittelmeer auch nur diskutiert ist nicht ganz klar im Kopf. Schon die Forderung nach einer Begrenzung der Migrationsströme ist ein Verbrechen. Na, das hat gesessen. Moralische Überlegenheit ist günstig zu haben, wenn man Multimillionär ist und im Ausland lebt. Fern ab eben von den Verwerfungen, die Deutschlands „Umwandlung von einer monoethnischen und monokulturellen in eine multiethnische und multikulturelle Gesellschaft“ (Yascha Mounk) so mit sich bringt.

II.

Während in Jamel der Förster seinen Cannabis-Rausch ausschläft, läuft im sächsischen Chemnitz ein Stadtfest. Ohne Grönemeyer aber mit den erwähnten Verwerfungen. Sogenannte Flüchtlinge aus dem islamischen Kulturkreis meucheln plötzlich einen Deutschen mit dem Messer und verletzten zwei weitere Männer schwer. Sie tun das „ohne rechtfertigenden Grund“, wie die Staatsanwaltschaft in der Begründung für den Haftbefehl schreiben wird. Gibt es rechtfertigende Gründe für eine solche Bluttat? In den Augen der Linken durchaus. Wenn man Nazi ist zum Beispiel, und das sind laut Presse eigentlich alle Sachsen. Außer vielleicht Barbara Christa Ludwig. Das ist die Oberbürgermeisterin von Chemnitz. SPD. Geboren wurde sie allerdings in Karl-Marx-Stadt. Der Geist von damals beseelt sie noch heute. Sie zeigt sich entsetzt. Nicht über die Messerstecherei, sondern darüber, dass sich viele Bürger anschließend zu einer Trauerkundgebung versammeln. Diese bösen Rechten! Napalm rauf, anzünden und weg! Das fordert jedenfalls Reiner Woop aus Detmold. Der ist Regisseur an einem Zimmertheater ebendort. Vielleicht tritt er ja mal in Jamel auf. Reiner und Herbert für Toleranz und Demokratie. Das wäre doch was.

III.

Chemnitz wieder nur ein Einzelfall? Die Einzelfälle sind Legion. Und Politik wie Medien, gefangen in ihrer ideologischen Wahnwelt, erweisen sich als unfähig angemessen zu reagieren. Sie verdrehen, erfinden, hetzen, diffamieren, lügen und kriminalisieren. Nicht die Messerattacke ist das Drama. Das Juste Milieu empört sich über die Bürgerproteste. Was erlauben Pack? Apropos, wo ist eigentlich Sigi? Der würde es diesen renitenten Ossis schon zeigen. Mit Stinkefinger und so. Immerhin gibt es noch Jakob Augstein. Der schreibende Multimillionär macht sich im Spiegel erstmal Luft. Sachsen sei das deutsche Ungarn, schimpft er. Endlich mal ein Lob. Da will auch Mecklenburg-Vorpommern nicht hintanstehen. In einigen Städten finden Mahnwachen statt. Solidarität mit Chemnitz. Auch in Rostock vor dem Rathaus. Geht gar nicht, findet Wolfgang Nitzsche wohl, Che-Guevara-Verehrer und Bürgerschaftspräsident in einem. Rostock ist bunt! Da gehört blutrot auch dazu. Wie die Fahne. Damit kennen sich die Rathausroten aus. Doch zunächst wird es schwarz. Die Schlägertrupps der Antifa marschieren auf. „Alerta! Alerta! Antifascista!“ Dem Wolfgang seine Jungs. Auf die ist Verlass. Auf die Polizei auch. Den friedlichen Bürgern von der Mahnwache wird beschieden, dass sie den Neuen Markt sofort zu verlassen hätten. Man könne für deren Sicherheit nicht garantieren, so ein Beamter. Schließlich wird mit Platzverweis gedroht. Politischer Auftrag? Überforderung? Auf jeden Fall ein Armutszeugnis.

IV.

Was nun? Politik, Medien, Kirchen – sie alle haben jede sachliche, offene und faire Debatte in der Gesellschaft über die wesentlichen Fragen der Zukunft stets unterbunden. Damit setzen sie Deutschlands inneren Frieden vorsätzlich aufs Spiel. Ein Ergebnis davon ist Chemnitz. Auf die Dauer kann das nicht gut gehen. Nächste Woche wird in der Rostocker Bürgerschaft ein Antrag von SPD und Grünen verhandelt, eine Art Bettelbrief an Angela Merkel um noch mehr Zuwanderung. Hat eigentlich jemand die Bürger gefragt? Also jene, welche die Rechnung bezahlen müssen für die Multikulti-Träume der linksgrünen Elite. Natürlich nicht. Weil selbst diese Elite in ihrem tiefsten Innern wohl spürt, wie die Antwort ausfallen würde. Deutschland Ende August 2018. Und der Herbst kommt erst noch.

 

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3 Gedanken zu „Chemnitz, Jamel, Rostock – Symptome des Wandels

  1. traurig …..Chemnitz – einfach nur traurig ….. und Wahrheit über Wahrheit……Realismus und Klarheit…..Verlogenheit der Innenminister und aller Minister ….gekauften Minister und Ministerinnen (MV)…die sich in Ihre Villen verpissen und deren Kinder in gepanzerten Autos zur Schule gekarrt werden……unsere Kinder haben Angst in die Schule mit dem Fahrrad oder zu Fuss….überall unbekannte Jugendliche ( Sprache ??? – unbekannt !!!)….gewaltgeladen…Messer und Drogen immer im Anschlag…..lauernde Blicke auf die jungen Kinderkörper…..auf den Spielplätzen….am OstseeStrand…oder doch mal auf die Mutti ??? vielleicht ??? mal sehen??? probieren ?? abwarten !! vielleicht beim nächsten Volksfest ?? Scheiß Deutsche….ist ja bald wieder Weihnachten…..wir sind da…aus Afrika, Syrien, Lybien….wir kennen uns aus mit Sprengstoff und holen nur noch schnell das deutsche Geld…steht uns ja schließlich zu wenn wir schon mal hier sind …oder ??? sonst gibt`s auf die Fresse

  2. Wenn ich mir die Vorgänge in Chemnitz so anschaue, dann kommt man sehr schnell auf den Gedanken, dass diese tatsächlichen Rechtsextremisten mit Hitlergruß und Gewaltbereitschaft von den Sicherheitsbehörden gezielt unter die normalen Demonstranten geschleust werden, um den legitimen Bürgerprotest zu diskreditieren. Das war 1989 auch so. Da hat die Stasi auch Provokateure unter das protestierende Volk gemischt, um das harte Vorgehen der Volkspolizei später rechtfertigen zu können. Wir wissen heute ja auch, dass diese Typen in Rostock-Lichtenhagen 1992, die Jagd auf Ausländer gemacht haben, von der Presse gekauft waren. 50 DM für einen Hitlergruß und so. Auf jeden Fall will man verhindern, dass diese Demos in Chemnitz und anderswo für die breiten Massen anschlussfähig werden. Wir sind viel zu naiv, zu was dieser Staat alles fähig ist. Meine Meinung jedenfalls.

    1. völlig richtig…..habe in Prenzlauer Berg in Berlin gelebt und all die Friedensbewegungen und Umweltbibliothek sind permanent unterwandert und bespitzelt worden. Ich mit Fotoapparat ging überhaupt nicht mehr…….heute und seit 1990 ist Nichts anders……Total Überwachung bis nach Amerika……Lügen …..Lügen…..Lügen…..tausendfache Diktatur…..faschistische Diktatur……
      gut sind die Treffen mit den AfD Mitgliedern…..einfach mal alles aussprechen……die Wahrheit diskutieren……in den Stammtischen neue Menschen dazu und gemeinsam quatschen……und Pläne machen für Aktionen !!

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