Deutschland 2017: Untergang mit Ansage

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Die Protagonisten aller europäischen Katastrophen haben ihren Ursprung in provinzieller Obskurität. Napoleon stammte von der Insel Korsika, Stalin aus dem georgischen Nest Gori, Hitler aus Braunau am Inn. Die in der Uckermark aufgewachsene Angela Merkel passt insofern in diese Aufzählung, weil sie als gegenwärtig angeblich mächtigste Frau nicht nur Europas, sondern gleich des gesamten Erdkreises, wie sonst nur die Vorgenannten unseren Kontinent nachhaltig verändert hat und ergo auch die Hauptverantwortung für jene Verheerungen trägt, welche die mittelbaren und unmittelbaren Konsequenzen ihrer Herrschaft sind oder sein werden.

Deutschland blickt in diesen Tagen also auf die Trümmer von zwölf Jahren Angela Merkel. Deren Regentschaft hat nicht nur unserer Nation mehr Schaden zugefügt, als jede andere deutsche Regierung seit 1945. Die Tochter des SED-treuen Pfarrers Kasner aus Templin hat ihre Partei, die Bundesrepublik und Europa sehenden Auges an die Wand gefahren. Die Folgen dieser Politik sind weitgehend irreparabel oder werden sich nur mit größter Mühe korrigieren lassen. Das Schicksal der CDU kann uns freilich gleichgültig sein. Die anderen Opfer von Merkels katastrophalem Wirken dürfen uns hingegen keineswegs kaltlassen.

Deutschland leidet unter einem gewaltigen Reformstau. Angefangen bei unserem archaischen Steuersystem über eine zukunftsweisende Einwanderungsgesetzgebung bis hin zum ökonomischen Wandel im Zeitalter der Digitalisierung stehen wir vor riesigen Herausforderungen. Nichts davon wurde durch die Regierung Merkel bislang ernsthaft in Angriff genommen. Dabei wäre gerade eine Große Koalition prädestiniert gewesen, derlei Baustellen erfolgreich zu bewältigen. Sie hätte sowohl die politische Gestaltungskraft, als auch die notwendige parlamentarische Mehrheit im Bundestag gehabt, um entsprechende Maßnahmen durchzusetzen. Eine sogenannte Jamaika-Koalition aus drei bzw. vier ideologisch doch sehr unterschiedlichen Parteien wird dazu niemals fähig sein. Gleiches gilt für eine Minderheitenregierung, welche sich für jedes ihrer Gesetzesvorhaben entsprechende Unterstützung durch die Opposition zusammensuchen muss. In beiden Fällen stehen uns Jahre des sich aus dieser Instabilität ergebenden Stillstands bevor. Diese Jahre werden jedoch entscheidend sein für die Zukunft unseres Landes, denn die Welt um uns herum dreht sich freilich rücksichtslos weiter.

Glaubt man den Medien, die der Öffentlichkeit im Stil der früheren DDR-Presse eine Erfolgsmeldung nach der anderen präsentieren, ist Deutschland ökonomisch so erfolgreich wie nie zuvor. Tatsächlich zehrt die Bundesrepublik von der Substanz und ist der Planwirtschaft des SED-Staates ergo nicht unähnlich. Mit einer maroden Infrastruktur und Industrien, die ihren Ursprung in der Kaiserzeit haben, werden wir auf Dauer kaum bestehen können. Die Ökonomie der Zukunft hat sich derweil anderswo etabliert. Kein einziges der weltweit führenden IT-Unternehmen findet sich auf deutschem Boden. Was die Digitalisierung betrifft, hat sich die Bundesrepublik zum bloßen Zuschauer degradiert, während wegweisende Weichenstellungen für die wirtschaftliche Zukunft unseres Planeten anderswo vorgenommen werden. Lange her sind die Zeiten, als deutsche Innovationskraft weltweit Akzente setzte. Revolutionäre Entwicklungen finden heute aber nicht mehr im Ruhrpott statt, sondern im Silicon Valley.

Die ökonomische Malaise unseres Landes hängt eng zusammen mit verschleppten Reformen bei Einwanderungs-, Sozial- und Steuersystem. Mit dem internationalen Fortschritt in der digitalen Ära kann ein Land nur mithalten, wenn es über das notwendige geistige Know-how verfügt. Dieses wiederum materialisiert sich in hochqualifizierten Fachkräften. Den Wettbewerb um die besten Köpfe unserer Zeit hat die Bundesrepublik freilich längst verloren. Ursache dafür ist ironischerweise das wohl teuerste Sozialsystem der Welt, welches wiederum nur durch das mutmaßlich gierigste Steuersystem der Welt finanzierbar ist. Hervorragend ausgebildete Fachkräfte machen genau deswegen einen großen Bogen um Deutschland. Sie wollen sich nicht weit mehr als die Hälfte ihres Einkommens vom Fiskus abknöpfen lassen, um einen aufgeblähten Wohlfahrtsstaat zu finanzieren, dessen fragwürdige Segnungen sie nie werden in Anspruch nehmen müssen. Es kommen stattdessen Heerscharen von minderqualifizierten Armutsflüchtlingen, die mehrheitlich nicht in den Arbeitsmarkt integrierbar sind und ergo keine oder kaum Steuern zahlen, dafür aber reichlich Sozialleistungen kassieren. Alldieweil sich analog dazu auch die Bildungsstandards nach unten entwickeln, verlieren wir folgerichtig immer mehr den Anschluss und irgendwann dann vollends jene Ressourcen, die eine dringend notwendige Wende finanzierbar und somit überhaupt möglich machen. Es ergibt sich eine fatale Abwärtsspirale, an deren Ende die einst führende Wirtschaftsnation der Welt auf dem Niveau der heutigen Schwellenländer angekommen sein wird.

Europa steht allenthalben nicht viel besser da. Durch ihre von moralisierender Arroganz geprägten Alleingänge vor allem in der Euro-, Energie- und Flüchtlingspolitik hat Merkel tiefe Keile in die EU getrieben, anstatt überfällige Reformen in der Union voranzutreiben. Im Ergebnis droht der Zerfall des viel besungenen „Friedensprojektes“. Zwischen den wirtschaftlich agilen, aufmüpfig selbstbewussten Visegrád-Staaten einerseits und den ökonomisch schwer angeschlagenen Ländern Süd- und Westeuropas andererseits droht die Mittelmacht Deutschland aufgerieben zu werden. Die Bundesrepublik hat es ferner versäumt, in diesen krisengeschüttelten Zeiten eine alle Völker Europas verbindende Vision für deren künftiges Zusammenleben auf unserem Kontinent zu entwickeln und den sich stetig verstärkenden Fliehkräften innerhalb der EU entgegenzusetzen. Vor allem aber Frankreich wird aller verlogenen Sonntagsreden zum Trotz die Schwäche Deutschlands skrupellos ausnutzen, um Europa in seinem Sinne zu verändern, das heißt, eine Transfergemeinschaft zu Lasten der von Selbsthass und Schuldneurosen geplagten Bundesrepublik zu installieren. Dabei weiß sich die selbsternannte „Grande Nation“ mit Kumpanen wie Italien oder Spanien im Bunde. Aktuelles Beispiel dafür ist die soeben besiegelte Kooperation der Rüstungsunternehmen Naval Group aus Frankreich und Fincantieri aus Italien – allerdings ohne die geschwächte Konkurrenz aus Deutschland. Die Entwicklung sowie der Bau von Flugzeugträgern, Korvetten, Fregatten und U-Booten finden künftig anderswo statt. Berlin wurde wieder einmal über den Tisch gezogen, darf den Erfolg anderer höchtens noch mitfinanzieren.

Als ob das nicht genug wäre, überwarf sich die Merkel-Regierung zu allem Überfluss auch noch mit Russland und den USA. Die nüchterne, an den eigenen Interessen ausgerichtete deutsche Außenpolitik früherer Epochen wurde durch einen plumpen, realitätsfremden Hypermoralismus ersetzt, dem andere Nationen schon aufgrund unserer Geschichte naturgemäß ablehnend gegenüberstehen. Wie eine künftige vernunftgeleitete deutsche Regierung das in Moskau und Washington zerschlagene Porzellan wieder aufkehren will, bleibt vorderhand rätselhaft.

Die versäumten Weichenstellungen der vergangenen Jahre weisen den Weg in den Abgrund. Der ökonomische Niedergang gepaart mit einem anhaltenden Zustrom von Armutsflüchtlingen aus der sogenannten „Dritten Welt“ lässt den Zusammenbruch unserer Sozialsysteme nur noch als eine Frage der Zeit erscheinen. Die Folge ist eine völlige Zerrüttung, welche mit der endgültigen Marginalisierung Deutschlands auf internationaler Ebene einhergeht. Gewinner der Entwicklung dürften die Staaten Osteuropas sein. Sie haben die EU eiskalt für ihr eigenes Fortkommen ausgenutzt, sich aber gleichzeitig erfolgreich der Inanspruchnahme für die Umsetzung der ideologischen Wahnideen notorischer Weltverbesserer in Berlin und Brüssel entzogen. Während der Rest der EU an den Folgen von Multikulturalismus und kulturmarxistischer Dekadenz zu Grunde geht, werden sich das Baltikum, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei den aus Westeuropa flüchtenden Investoren, Fachkräften und Rentnern als sichere und zukunftsfähige Standorte anempfehlen. Dem Untergang des Abendlandes könnte also seine Wiederauferstehung folgen, nur eben etwas weiter östlich und ohne das gute alte Deutschland.

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