Besuch im IPP Greifswald

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Heute besuchte ich mit einigen Fraktionskollegen das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald. Seit 1994 wird dort an der Kernfusion geforscht, mit dem Ziel, diese eines Tages für die Energiegewinnung nutzen zu können. Mehr als 450 Mitarbeiter, darunter 100 Wissenschaftler, sind in dem riesigen Komplex am Rande der pommerschen Universitätsstadt mit der Entwicklung und dem Aufbau der Fusionsanlage Wendelstein 7-X beschäftigt. Zunächst wurden wir während eines Vortrages mit den Grundlagen der Plasmaforschung vertraut gemacht. Angesichts des rasant steigenden weltweiten Energieverbrauchs (1990: 10.700 GW, 2012: 15.800 GW, 2035: 23.300 GW), wäre es ganz offensichtlich ein Segen für die gesamte Menschheit, könnte man in einer nicht allzu fernen Zukunft vermittels der Kernfusion Strom produzieren. Allein mit dem Deuterium aus 4,5 Liter Wasser und dem Lithium aus einem einzigen Laptop-Akku – beide Elemente dienen der Kernfusion als Brennstoff – wäre der Strombedarf einer fünfköpfigen Familie auf 3 Jahre gesichert. Anders als bei der Kernspaltung im Atomreaktor entstehen bei der Kernfusion keine langlebigen Abfallelemente, die mit großem Sicherheitsaufwand über lange Zeiträume deponiert werden müssten. Bis zur wirtschaftlichen Nutzung dieser faszinierenden Technologie ist es freilich noch ein weiter Weg, der sich allerdings zu lohnen scheint. Schon heute umwehte uns ein Hauch von Science Fiction, als wir in einer gewaltigen Halle der haushohen Fusionsanlage gegenüberstanden. Es war zu spüren, dass hier etwas ganz Großes erschaffen wird. Darauf kann jeder Bürger von Mecklenburg-Vorpommern durchaus stolz sein. Wir als AfD-Landtagsfraktion werden die Arbeit des IPP Greifswald weiter begleiten und uns dafür einsetzen, dass an deren Ende ein grandioser Erfolg stehen wird.

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